Alumni

2024-25

Stories from Marc

Produktion digitalisieren mit VELLO Bike

Effiziente Produktionsprozesse sind entscheidend, wenn Unternehmen skalieren, ihre Qualität halten und Kund:innen zufriedenstellen wollen. Doch gerade bei wachstumsstarken Startups geraten Strukturen schnell an ihre Grenzen – und brauchen dann gezielte Expertise. Genau das erlebte VELLO Bike, ein österreichisches Vorzeigeunternehmen für hochwertige Falträder und Alumni des Marc-Programms: Als die Nachfrage stark anstieg, wurde eine uneinheitliche Lieferkette zur echten Herausforderung.

Was ist VELLO Bike?

VELLO Bike steht für kompakte Mobilität auf höchstem Niveau. Das Wiener Unternehmen produziert rund 3.000 hochwertige Falträder pro Jahr, mit Fertigungsstandorten in Europa und China. Die Bikes werden über ein Netzwerk von mehr als 120 Vertriebspartnern in Europa und Asien verkauft.

Diese Stückzahlen inhouse zu produzieren, bringt einiges an Komplexität mit sich:

„Durch die hohe Nachfrage wurde uns klar, wie wichtig ein gutes Bestandsmanagement ist – ein Fahrrad besteht aus über 80 Einzelteilen, wir haben 13 Modelle und über 40 Zubehörartikel. Da den Überblick zu behalten war wichtig, um sicherzustellen, dass die Produktion reibungslos ablief“, erklärt Valerie Wolff, Mitgründerin von VELLO Bike. Gerade mit Blick auf eine mögliche Finanzierung war das ein entscheidender Punkt: „Der Markt fragt aktuell nach 7.000 zusätzlichen Rädern. Wir wachsen schnell – und planen, im kommenden Jahr die 30.000er-Marke zu knacken.“

VELLO Bike trifft Marc

Mit steigender Nachfrage war für die Gründer:innen von VELLO Bike klar: Um die Produktionskapazitäten zu erhöhen, braucht es Kapital. Deshalb bewarben sie sich bei Marc, um sich gezielt auf Investor:innen vorzubereiten.

Im Programm arbeiteten sie mit Linda Vasilescu, Lead Coach, die das Projekt mit einer umfassenden Standortanalyse startete: „Marc ist ein sehr individuelles Programm. Deshalb beginnen wir immer mit einem Gespräch, um die echten Herausforderungen zu verstehen. Darauf aufbauend finden wir die passenden Expert:innen für die jeweiligen Themen“, erklärt Linda. Im Fall von VELLO war das Stefan Müller – ein erfahrener Fachmann, der seit Jahrzehnten Automatisierungsprozesse in der Produktion aufbaut.

Durch seine Beratung wurde schnell deutlich: „VELLO Bike musste die Produktionsprozesse modernisieren und das Bestandsmanagement deutlich effizienter gestalten.“

Durch die intensive Begleitung im Marc-Programm konnte das VELLO-Team einen Schritt zurücktreten und das eigene Netzwerk neu betrachten.  „Gerade Gründer:innen in einer fortgeschrittenen Phase, wie VELLO Bike, haben oft schon viele relevante Kontakte. Manchmal braucht es nur den richtigen Moment, um sie zu aktivieren“, so Vasilescu. So kam Robert Kiss ins Spiel – ein erfahrener Experte aus der Fahrradbranche, der heute Teil des Führungsteams ist.

Das Ergebnis

Gemeinsam mit Valerie Wolff und dem VELLO-Team entwickelte Robert Kiss eine durchgängige Lösung: Die komplette Digitalisierung der Produktionsprozesse. Das Ergebnis: volle Transparenz im Bestand und eine deutliche Effizienzsteigerung in der Produktion. „Robert hat uns ursprünglich im Rahmen der Expert:innenstunden im Marc-Programm unterstützt – mittlerweile ist er fest bei uns im Team“, erzählt Valerie.

Mit einem aktuellen Jahresumsatz von rund 4 Millionen Euro ist das Unternehmen jetzt bereit, seine Produktion weiter hochzufahren – mit klaren Prozessen, digitaler Übersicht und Fokus auf Wachstum. „Wir suchen aktuell 2 Millionen Euro Investment,“ sagt Valerie Wolff abschließend.

Wie Infrared.City gelernt hat, ihre Vision überzeugend zu erzählen

Im wettbewerbsintensiven Startup-Umfeld hängt der Zugang zu Kapital oft an einem einzigen Faktor: einem überzeugenden Pitch. Eine gute Idee oder innovative Lösung allein reicht nicht – Gründer:innen müssen ihren Mehrwert klar und nachvollziehbar vermitteln, damit Investor:innen das Potenzial erkennen. Genau darauf konzentrierte sich das Team von Infrared.City im Rahmen von Marc.

Was ist Infrared.City?

Infrared.City ermöglicht Mikroklima-Analysen mithilfe von Klimasimulationen und KI-basierten Modellen. Die Lösung richtet sich speziell an urbane Räume – und vor allem an Architekt:innen und Stadtplaner:innen. Mit ihrer Software lassen sich Klimasimulationen für Gebäude und Stadtquartiere durchführen, um fundierte, datenbasierte Entscheidungen für mehr Klimarobustheit zu treffen.

Gegründet wurde Infrared.City 2023 als Forschungs-Spin-off – aus einem Lizenzverkauf innerhalb eines Technologieinstituts entwickelte sich ein eigenständiges Startup. Heute zählt das Team 13 Personen (und stockt bald auf 15 auf) und arbeitet u. a. mit einem Architekturbüro in Hamburg zusammen.

Nach dem Produktlaunch im Dezember befand sich Infrared.City in einer entscheidenden Phase: Die Vorbereitung auf eine Seed-Finanzierungsrunde mit einem Zielvolumen von 3 Millionen Euro. Das Produkt war stark – aber es fehlte noch eine klare, zur Strategie passende Argumentation zur Marktgröße.

Ein guter Plan beginnt mit dem richtigen Programm – Infrared.City bei Marc

Im Rahmen von Marc arbeitete das Team von Infrared.City vor allem an zwei Themen: dem Product-Market-Fit und der Markteintrittsstrategie. „Wir haben über Marc unsere Customer Journey aufgebaut – und auch das Nutzererlebnis. Aber vor allem wissen wir jetzt, dass wir mit dem richtigen Pitch unterwegs sind“, erklärt Angelos Chronis, Gründer und CEO. Er bringt jahrelange Forschungserfahrung aus den Bereichen Informatik, Architektur und Klimaanpassung mit. „Marc hat mir geholfen, die wirklich wichtigen Teile des Pitches zu erkennen – und die Marktgröße neu zu durchdenken. Das hat mir klar gemacht, wo wir stehen und was wir als Nächstes brauchen.“

Besonders geschätzt hat Chronis auch das individuelle Coaching durch Linda Vasilescu, die ihre Unterstützung gezielt an die jeweiligen Bedürfnisse anpasst.

„Ich kannte Infrared.City schon ein paar Monate, sie haben einen tollen Eindruck beim Green 100 gemacht“, erzählt Linda – Österreichs größte Messe für Green Finance.

„Ich habe mich sehr gefreut, dass sie Teil des Programms wurden. Angelos ist extrem strukturiert, dadurch konnten wir schnell einen klaren Plan entwickeln – und eine überzeugende Story für Investor:innen aufbauen.“

Das Ergebnis

Dank der gezielten Begleitung durch Marc hat Infrared.City jetzt eine klarere Positionierung im Markt – und kann die anstehende Finanzierungsrunde mit einem geschärften Zielbild und einer überzeugenden Kommunikation angehen.

Auf Basis der Kontakte vom Green 100 startet das Team nun offiziell in die Seed-Runde – mit einem Zielvolumen von 3 Millionen Euro.

TOURMIX: Mit klarem USP zur Differenzierung

Ein klarer USP ist entscheidend, um sich am Markt abzuheben. Was für Kund:innen bereits besonders wirkt, muss auch für Investor:innen nachvollziehbar und attraktiv sein. Für manche Startups kann genau darin der Unterschied liegen: als Erste am Markt starke, strategische Partnerschaften aufzubauen. Genau das war der Schlüssel für TOURMIX, Teilnehmer des Marc-Programms.

Was ist TOURMIX?

TOURMIX steht für eine neue Generation der urbanen Logistik – kundenzentriert, bequem und umweltfreundlich. Mit dem Versprechen, „Unzufriedenheit in Freude zu verwandeln“, bietet TOURMIX eine echte Alternative zu klassischen Paketdiensten. Im Mittelpunkt stehen die Kund:innen: Lieferzeiten können selbst gewählt werden – auch abends oder am Wochenende. Rücksendungen sind einfach, bequem und nachhaltig. Zugestellt wird mit Fußkurier:innen, Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln – so leistet TOURMIX aktiv einen Beitrag zu „Green and Social Cities“: weniger Verkehr, weniger Emissionen, weniger Abfall.

Die Herausforderung: Logistik neu denken

Bereits vor der Teilnahme am Marc-Programm verfolgte TOURMIX eine klare Vision: das Frustrationspotenzial herkömmlicher Paketdienste auflösen – und gleichzeitig eine Branche mit hohem CO₂-Fußabdruck verändern. Ihr Ziel: ein Lieferservice, der Kund:innen begeistert und Webshops einen echten Vorteil bietet – etwa durch geringere Retourenquoten und niedrigere Ausfallraten bei Lieferungen.

Doch so vielversprechend die Idee auch war: Um dieses neuartige Logistikmodell skalierbar zu machen, brauchte es operative Klarheit, smarte Anbindungen an bestehende Systeme, Marktvalidierung und eine tragfähige Expansionsstrategie.

TOURMIX trifft auf Marc

Um ihren operativen Ansatz weiter zu schärfen und ihren USP klar zu positionieren, nahm TOURMIX am Marc-Programm von Impact Hub Vienna teil. Marc ist bekannt für seinen individuellen Ansatz – mit gezielter Expertise für genau jene Herausforderungen, die ein wachsendes Unternehmen meistern muss.

Im Rahmen intensiver Beratungsgespräche identifizierte das Programmteam den zentralen Bedarf: die klare Positionierung innerhalb der Kurierlandschaft – und die strategische Verbindung der B2B- und B2C-Geschäftsbereiche. TOURMIX wurde mit passenden Mentor:innen und Ressourcen zusammengebracht, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Prozesse weiter zu optimieren.

„Im Marc-Programm geht es nicht um Standardratschläge“, erklärt die Programmleitung bei Impact Hub Vienna. „Es geht darum, das spezifische Ökosystem eines Unternehmens zu verstehen – und gezielt mit den richtigen Menschen und Werkzeugen zu arbeiten.

Für TOURMIX bedeutete das: Effizienz nachweisen, sich an relevante Plattformen anbinden – und den eigenen Umweltnutzen messbar machen.“

Das Ergebnis

Dank der gezielten Unterstützung im Marc-Programm konnte TOURMIX entscheidende Fortschritte machen – und seine Position als innovativer Logistikdienstleister mit Wirkung festigen.

Ein wichtiger operativer Meilenstein war die Integration mit Postis, einer Plattform für Last-Mile-Logistik, die Händler, E-Commerce-Unternehmen und Lieferdienste verbindet.

Dieser Schritt verschaffte TOURMIX schnellen Zugang zu den meisten E-Commerce-Plattformen Europas – und entstand durch das Vertrauen von Mentor Mircea Stan, der TOURMIX’ Potenzial erkannte und sie aktiv weiterempfahl.

Mit einem klaren USP, nachweisbarem Impact und strategischen Tech-Integrationen wie Postis ist TOURMIX nun bereit für den nächsten Skalierungsschritt. Die Erkenntnisse aus dem Marc-Programm halfen, ein belastbares Modell für nachhaltige, kundenzentrierte Logistik mit Wachstumsperspektive zu entwickeln.

TOURMIX ist weiterhin Teil des Netzwerks – und wird aktuell von Investment-Expert:innen bei ihrer Finanzierungsrunde begleitet.

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